Gästebuch

Willkommen beim Gästebuch für das Gedenken an Gabriel Weber, der am 20. August 1942 im Klingelpütz in Köln hingerichtet wurde.

 

Hier können Sie uns gerne die Meinung sagen, Anregungen und Hinweise geben, Diskussionen anregen! Wir sind sehr interessiert daran, die Hintergründe zu verstehen, warum ausgerechnet Gabriel Weber zum Tode verurteilt wurde. Teilen Sie uns Informationen öffentlich über das Gästebuch mit oder benutzen Sie für persönliche Mitteilungen das Kontaktformular. Wir behalten uns vor, beleidigende Texte oder Texte, die sonstwie juristisch problematisch erscheinen, nicht zu veröffentlichen. Persönliche Mitteilungen erscheinen nur dann im sog. Gästebuch, wenn Sie das ausdrücklich wünschen.

 

Wenn Sie einen Eintrag ins Gästebuch vornehmen, erfahren auch wir als Websitebetreiber nicht den Absender der Eintragung. Benutzen Sie gerne einen Decknamen aber noch lieber Ihren Klarnamen oder Ihre Website.

Kommentare: 19
  • #19

    Winfried Ponsens (Sonntag, 12 Mai 2024)

    Vielen Dank für Ihren Hinweis auf den Vortrag. Wann und wo zu welchem Thema? Wenn möglich, komme ich auch gerne. Gerne können Sie auf die Website verweisen

  • #18

    Dr. Jochen Menge (Samstag, 11 Mai 2024 11:54)

    Ich werde bei meinem Vortrag am 14.5.2024 auch Gabriel Weber kurz erwähnen und diese homepage zeigen.

  • #17

    Harry Seipolt (Sonntag, 03 März 2024 14:00)

    Johann Anton LEMMENS, geboren am 12. Dezember 1903 zu Havert im Selfkant (zur damaligen Zeit: Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg)

    Sehr geehrter Ponsens,
    auch ich bin zufällig bei meinen Recherchen zum Schicksal von Herrn Lemmens auf Ihre Seite resp. pdf-Seite gekommen. Meinen persönlichen Respekt und meine Hochachtung, mit welchem Fleiß und welcher Akribie diese Seite von Ihnen erstellt wurde.

    Höflich bitte ich Sie, hier ggf. weiterzuhelfen.
    Herzliche Grüße
    Harry Seipolt

    ----

    Johann Anton Lemmens (geboren am 12. Dezember 1903), der als angeblicher "Volksverräter" am 3. Januar 1945 durch die Gestapo hier im Kreis Heinsberg resp. regionale Außenstelle Aachen der Kölner Gestapo festgenommen und offensichtlich am 12. Februar 1945 im Klingelpütz "verstorben" war.

    Zeitzeugen aus der hiesigen Gegend (vom Kreis Heinsberg) sagen aus, dass Herr Lemmens wegen "Volkskraftzersetzung" zunächst ins "Arbeitserziehungslager" (AEL) Hückelhoven verbracht und dort brutal am Kiefer und durch Fußtritte von SS-.Männer in den Unterleib stark verletzt wurde.

    Fast jeden Morgen soll er weiter unzählige Male mit Fausthieben traktiert worden sein. Dabei musste er beim Morgenappell fast unaufhörlich ausrufen: "Heil Hitler!" und anschließend "Ich bin ein Landesverräter!"

    Die Tortur wurde fast täglich wiederholt bis Herr Lemmens ins Kölner Klingelpütz eingeliefert wurde. Vermutlich (?) ist dieser dann am gebrochenen Kiefer und inneren Verblutungen an seinen schweren inneren Verletzungen am 12.2.1945 verstorben.

  • #16

    Winfried Ponsens (Montag, 11 Dezember 2023 12:51)

    Nachricht gerne über

    info@dossier-hinrichtung-gabrielweber.de

  • #15

    Winfried Ponsens (Montag, 11 Dezember 2023 12:43)

    Sehr geehrter Herr Dr. Menge. vielen Dank für diese Ergänzung. Frage: wie komme ich an das Jahrbuch 2013 oder aber Ihren Beitrag zu Herrn Toll?

  • #14

    Dr. Jochen Menge (Montag, 11 Dezember 2023 09:23)

    Nachtrag:
    Toll wurde am 1.5.1933 Mitglied der NSDAP (trotz aller vorherigen Gegnerschaft), Effertz wahrscheinlich ebenfalls. 1941 wird er als "Parteigenosse" bezeichnet. Zu Tolls Verhalten vgl. meinen Aufsatz im Jahrbuch 2013 des Frechener Gerschichtsvereins.

  • #13

    Dr. Jochen Menge (Montag, 11 Dezember 2023 09:16)

    Effertz war wohl seit 1926 in der Frechener Gemeindeverwaltung als "wissenschaftlicher Hilfsarbeiter" tätig. Ab dem 12.4.1929 trug er den Titel Gemeindesynikus. Er stand Bürgermeister Dr. Toll nahe, vertrat dessen Maßnahem gegen die NSDAP und zog sich so deren Zorn zu. Am 19.6.1933 wurde er entlassen gemäß § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, zwei Tage später wurde sein Chef aus dem Amt gedrängt.
    Da den so entlassenen Beamten eine Pension zustand, versuchte man, sie an anderer Stelle weiter zu beschäftigen. Dr. Toll wurde Bürgermeister in Andernach (wenn auch nur für kurze Zeit), Effertz kam anscheinenend in Wesseling als Amtsoberinspektor unter.

    Am 20.9.1941 wurde er hauptamtl. Beigeordneter in Brühl, da der bisherige Amtsinhaber Pott Amtsbürgermeister in Wesseling geworden war. (Dazu gibt es die Akte A 1005 im Kreisarchiv Bergheim.)
    Ich habe mich für mehrere Aufsätze im Jahrbuch des Frechener Geschichtsvereins mit diesem Thema beschäftigt.

  • #12

    Winfried Ponsens (Donnerstag, 26 Oktober 2023 21:00)

    Vielen Dank für Ihren Beitrag. Diese Information ist für mich neu. Interessant, dass Dr.Effertz in Frechen gehen muss und in Brühl weiter im Amt bleibt und aufsteigt. Schade, dass da überall so viel Schweigen war. Gerade eine solch widersprüchliche Karriere wie die von Dr. Effertz wäre ja der Aufarbeitung besonders wert gewesen. Vorausgesetzt, Ihre Info stimmt so, stellt sich ja die Frage: was ist in diesem Menschen vorgegangen, dass er schließlich zur Schlüsselfigur im Prozess gegen Gabriel Weber wird?
    Darf ich fragen, woher Sie Ihre Information beziehen und wieso Sie sich mit Dr. Effertz beschäftigt haben?

  • #11

    Dr. Jochen Menge (Donnerstag, 26 Oktober 2023 17:22)

    Dr. Effertz war vor 1933 ein enger Mitarbeiter des Frechener Bürgermeisters Dr. Peter Toll und wie dieser ein Gegner der Nationalsozialisten. Beide verloren ihre Posten in Frechen auf Veranlassung der NSDAP.

  • #10

    tania (Dienstag, 07 Juni 2022 19:43)

    Eine sehr schöne webseite haben Sie , Viel Erfolg wünschen
    wir als www.meinsmscode.com Team.

  • #9

    Jörg Kirchberger (Freitag, 13 Oktober 2017 11:35)

    Durch einen Artikel im Hammer WA, der über Hirichtungen berichtete, bin ich irgendwie zu ihrer Seite gestossen. Ich habe in meinem Leben Konzentrationslager besucht, was mich errschüttert hat. Ihre Seite, die Beschreibung der Hinrichtung ihres Großvaters hat mich dazu gebracht mein zu mir genommenes Frühstück zu entsorgen. Ich bin tief erschüttert. Und, das schwöre ich bei Gott; so lange ich lebe werde ich noch intensiver gegen Nationalismus, gegen Faschismus und die Todesstrafe agitieren. Gerade in dieser Zeit ist das von Nöten, wo z.B. bei Facebook die dummen des Landes, die sich durch Schreihälse manipulieren lassen, mutig entgegenzutreten. Ihre sehr gut recherchierte Seite muss eigentlich als Unterichtsmaterial als Mahnung nahe gebracht werden. Mein Wunsch ist, dass alle Denunzianten, NS-Täter und deren Helfer im Jenseits zur Rechenschaft gezoegen wurden/werden. Das schreibe ich als gläubiger Katholik. Danke für ihre Bemühungen.

  • #8

    Winfried Ponsens (Mittwoch, 03 Februar 2016 10:06)

    Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung, die ganz einfach gut tut. Gerne möchte ich Sie ermutigen, einfach an irgendeiner Stelle mit der Recherche in die eigene Familie anzufangen. 2014 wusste ich selbst nicht einmal sicher, dass noch eines der Kinder von Gabriel Weber lebt,geschweige denn, dass ich irgendetwas Genaues wusste. Heute kann ich mit meinem Wissen über das damals Geschehene und immer Verschwiegene, Seiten über Seiten füllen und muss mich in der Darstellung beschränken, damit überhaupt jemand die Homepage noch lesen und verarbeiten kann. Mich hat das Schicksal meines Onkels und meiner Tante tief bewegt und es hat mich gelehrt, die Realität z. B. meiner eigenen Eltern noch nüchterner als vorher zu sehen. Es hat mich aber auch beglückt.
    >
    > Aufarbeitung des Verschwiegenen lohnt immer. Ich betreibe eine zweite Homepage zu einem ganz anderen Thema: http://www.missbrauchsopfer-josephinum-redemptoristen.de/ . Auch hier hat sich bei allem Schmerz nur Erleichterung Raum geschafft. Einfach anfangen lohnt sich. Gerade für die Zeit des Nationalsozialismus ist erstaunlich viel Archivmaterial vorhanden. Das Soldatenleben der Väter und Großväter zumindest ist oft sehr detailliert dokumentiert.

  • #7

    M.B. (Mittwoch, 03 Februar 2016 10:05)

    Deine Nachricht für uns: Guten Tag! Ich bin rein zufällig auf Ihre Seite gestoßen und habe gerade das Wichtigste gelesen. Es berührt mich sehr, wie tief Sie die eigene Familiengeschichte aufgearbeitet haben und dass Sie so klar die Traumatisierung der Kinder dargestellt haben. Ich selbst bin "Kriegsenkelin" und spüre, dass Erfahrungen meiner Familie mit dem 2. Weltkrieg und mit dem 3. Reich sogar mich noch traumatisiert haben, auch wenn ich keinerlei Fakten weiß, weil eben auch alles totgeschwiegen wird.
    > Ich wünsche Ihnen alles Gute!
    > Mit freundlichen Grüßen

  • #6

    Winfried Ponsens (Mittwoch, 03 Februar 2016 10:02)

    ich bitte um Unterstützung bei der Recherche

  • #5

    Ginette Tompers (Mittwoch, 03 Februar 2016 09:48)

    Moechte mich recht herzlichst bedanken fuer Ihre prompte Antwort.



    Bei meinen Nachforschungen handelt es sich um :

    Emil Tompers geboren in Luxemburg-Perlé am 10 Januar 1911, hingerichtet im Klingelpuetz am 10 August 1944, und

    Adolf Rinnen geboren in Luxemburg-Huencheringen am 28 Januar 1924 hingerichtet im Klingelpuetz am 10 August 1944.

    Mit Ihnen wurden noch 4 weitere Luxemburger (Wuerth N. Bartelmy J. Reuland J. und Morn J.) am 10 August 44 hingerichtet,

    die an der Bonner Universitaet lokalisiert werden konnten. Von ET und AR fehlt jedoch seit der Hinrichtung jede Spur.

    Vom Anatomischen Institut der Uni Bonn, wurde mir im November mitgeteilt dass sie mir nicht weiterhelfen koennten, werde es jedoch nochmals versuchen.

    Beim Landesarchiv Duisburg muss ich einen schriftlichen Antrag zur Einsicht in die Gefaegnisbuecher einreichen.

    Werde Sie selbstverstaendlich gerne auf dem Laufenden halten und waere Ihnen sehr verbunden wenn Sie meine Anfrage in Ihr Gaestebuch aufnehmen koennten.

    Mit freundlichen Gruessen,

    Ginette Tompers



    info@dossier-hinrichtung-gabrielweber.de wrote:

    Sehr geehrte Frau Ginette Tompers!

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Bei meinen Recherchen ist mir Emil Tompers leider nicht begegnet. Ich vermute, er gehört zu den zahlreichen Luxemburger Opfern, die als namenlosee N.N. - Personen eben bei Nacht und Nebel erschossen oder geköpft wurden. Sie waren nicht einmal eines Namens wert oder dann doch soviel wert, dass sie heimlich umgebracht wurden.

    Eine zweite Seite zum Transport gibt es im Falle Weber nicht. Ich weiß aber, dass der Transport vom Fahrdienst des Anatomischen Instituts vorgenommen wurde. Der Gefängnisleitung im Klingelpütz standen diesbezüglich keine Gelder zur Verfügung. Sie gaben Leichen nur bei Selbstabholung durch die Anatomien ab.

    Tatsächlich kann es sich lohnen, das heutige Anatomische Institut der Universität Bonn zu kontaktieren. Hier wurde ein Leicheneingangsbuch penibel geführt. Dieses Eingangsbuch ist erhalten geblieben. Die heutige Leitung des Instituts ist im Übrigen sehr hilfsbereit und recherchiert gründlich. Eine Anfrage lohnt sich.

    Genauso hat der Klingelpütz bis in das Jahr 44 ein Gefangenenbuch (Eingang, Ausgang) geführt. Es liegt gut erhalten im Landesrchiv in Duisburg. Dort eine schriftliche Anfrage gestellt, erhalten Sie schon bald einen Hinweis.

    Wenn Sie einverstanden sind, nehme ich Ihre Anfrage in mein Gästebuch auf. Da ich viele Anfragen erhalte, bekomme ich so viellleicht zufällig einen Hinweis, den ich dann an Sie weitergeben kann.Ich bitte um Nachricht.

    Es würde mich freuen, von Ihnen über die Ergebnisse Ihrer Recherchen informiert zu werden.

  • #4

    Ginette Tompers (Mittwoch, 03 Februar 2016 09:46)

    Habe mit grossem Interesse Ihren Bericht ueber Gabriel Weber und Familie gelesen. Mache Recherchen ueber das Verbleiben von Emil Tompers der im Gefaegnis Koeln Klingelpuetz am 10 August 44 hingerichtet wurde und von dem seither jede Spur verschwunden ist. Meine Frage an Sie : Gibt es zu dem Schreiben an die Anatomie Bonn eine 2te Seite aus der hervorgeht wer den Transport der Leichen vom Gefaegnis zur Anatomie uebernommen hat?? Wir gehen davon aus dass auch der Leichnam von E.T. dorthin gebracht wurde. Wir bedanken uns im Voraus recht herzlichst fuer Ihre Ruecksprache. G. Tompers

  • #3

    Ebba Hagenberg-Miliu (Donnerstag, 20 August 2015 09:21)

    Auf meinen Artikel im General-Anzeiger Bonn
    Stellvertretend hingerichtet - General-Anzeiger Bonn
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stellvertretend-hingerichtet-article1702253.html
    kommt nur gutes Feedback.
    Z. B. schreibt ein Mann: „Das muss seit seiner Jugend ein bedrückendes Leben für Herrn Weber gewesen sein. Ich hoffe, er erzählt seine Erfahrungen in Schulen, Vereinen, ja einfach überall, wo es sich lohnt!“
    Eine gute Idee!

  • #2

    Wolfgang Luckner (Mittwoch, 19 August 2015 10:56)

    Es kommt ohnmächtige Wut hoch schon beim Lesen des ersten Kapitels - und Angst vor der Zukunft angesichts neuer rechtsextremer Verbrechen.

  • #1

    Walter M. (Sonntag, 23 November 2014 16:26)

    Zufällig auf diese Seite geraten. Spannend. Hoffentlich wird sie bald vollständig. Alles Gute